Bundesdruckerei und Fraunhofer FOKUS gründen Identity-Labor

Mit dem Beginn des Jahres 2008 startet eine enge und umfassende Kooperation zwischen der Bundesdruckerei GmbH und dem eGovernment-Labor des Fraunhofer-Institut FOKUS, Berlin. Ziel der Zusammenarbeit ist die Erforschung und Entwicklung von Anwendungen und Verfahren zum Management und zum Schutz digitaler Identitäten in kommerziellen und hoheitlichen Prozessen. Insbesondere sollen innovative Lösungen für ein benutzerorientiertes Identity- und Access- Management entwickelt werden. Kern der Zusammenarbeit ist der Aufbau von Praxis-Szenarien in einem neuen Identity-Labor auf der Basis einer prozess- und serviceorientierten Identity-Infrastruktur.”Die Zusammenführung einzelner Aufgaben in Unternehmen und Gesellschaft zu übergreifenden Prozessen bedarf einer eindeutigen Rollen- und Rechtedefinition – wie Nutzer, Lieferant, Mitarbeiter, aber auch Bürger, Reisender etc. Gleichzeitig verstärkt sich der Blick auf Beschreibung, Verwaltung und Identifikation der einzelnen Rolleninhaber bzw. deren digitales Informationsabbild, die digitale Identität”, beschreibt Professor Radu Popescu-Zeletin, Leiter des Fraunhofer-Institut FOKUS, die Ausgangsbasis für die neue Partnerschaft. “Die Herausforderung heute liegt im organisationsübergreifenden Management der Identitäten – und das sowohl aus organisatorischer als auch aus technischer Sicht. Der serviceorientierte Einsatz von IuK-Technologien macht es heute möglich, sowohl die Interessen hoheitlicher und kommerzieller Institutionen als auch die Bedürfnisse der Anwender nach Schutz privater Daten zu berücksichtigen.

Die Zusammenarbeit zwischen Fraunhofer FOKUS und der Bundesdruckerei sieht vor, die Anwendung digitaler Identitäten in den verschiedensten Umgebungen weiter zu entwickeln. Dazu will die Bundesdruckerei eigene Technologien in ein Identity- Labor einbringen, das gemeinsam am Fraunhofer-Institut FOKUS aufgebaut wird. Konkrete Anwendungsszenarien sollen das Management ausgewählter Prozesse digitaler Identitäten über deren gesamten Lebenszyklus demonstrieren. Es sollen nicht allein die digitalen Identitäten von Menschen im Vordergrund stehen, sondern auch Informationsabbilder von Objekten – vom Auto bis zum Reisepass – einbezogen werden.

Ulrich Hamann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bundesdruckerei GmbH, sagt: “In der realen Welt gibt es bereits bewährte Verfahren zum Schutz von Identitäten. Nun gilt es, diesen Schutz auch in die digitalen Welten zu übertragen und mehr Transaktionssicherheit zu erreichen. Dies ist uns, als einem der weltweit führenden Anbieter von sicheren ID-Systemlösungen, ein besonderes Anliegen, das wir durch die Zusammenarbeit mit Fraunhofer FOKUS vorantreiben möchten. Durch die Kooperation beschleunigen wir die Weiterentwicklung innovativer Lösungen und stärken die deutsche Spitzenposition in diesem Bereich. Vor allem die Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Technologie- und Lösungsanbietern im FOKUS-eGovernment-Labor macht die Kooperation besonders interessant.”

Erste Ergebnisse der Zusammen zwischen der Bundesdruckerei und Fraunhofer FOKUS zum Thema Digitale Identitäten sollen im Laufe des Frühjahrs der Öffentlichkeit präsentiert werden.

petra.hoepner@fokus.fraunhofer.de
iris.koepke@bdr.de

http://www.bundesdruckerei.de

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