Elektronische Gesundheitskarte übers Telekom-Netz
T-Systems eine Telekom Tochter soll künftig das Netz für die elektronische Gesundheitskarte betreiben. Dies wurde auf der Medizinmesse Medica am 14. Oktober in Düsseldorf vom Konzern bekanntgegeben. Das Netz soll bundesweit alle Teilnehmer im Gesundheitswesen ausfallsicher und mit hohen Bandbreiten verbinden.
T-Systems wird in den nächsten fünf Jahren das zentrale Netzwerk für die nach wie vor umstrittene Gesundheitskarte aufbauen. Im Telekom-Netz sollen dann Krankenhäuser, niedergelassene Ärzte, Apotheken und Krankenkassen zusammengeschlossen werden. Über das Netz sollen dann alle Daten schnell übertragen werden.
Für den Aufbau des “Gesundheits-Netzes” wird man nach Angaben des Unternehmens ungefähr ein halbes Jahr benötigen. Auch die Verantwortung für die Sicherheit der Daten sowie die Schaffung eines Zugangsdienstes zum Gesundheitsnetz liegen bei T-Systems. Bereits in einem Modellprojekt mit der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft Bahn See konnte T-Systems die Anbindung von Ärzten, Krankenhäusern und Apothekern an die zentrale Infrastruktur zeigen. Im Rahmen des “prospeGKT”-Projektes werden im Frühjahr 20.000 Versicherte der Knappschaft Bahn See eine T-Systems eGK bekommen.
Der Vertag ist vorerst über fünf Jahre geschlossen, kann aber auch auf zehn Jahre verlängert werden. Geplant war der Start des Projektes bereits für letztes Jahr. Die rund 80 Millionen neuen Karten sollen nun ab der zweite Hälfte 2008 verteilt werden. Im ersten Schritt sollen nur Rezepte über das Gesundheitsnetz ausgestellt werden. Der Arzt stellt ein Rezept aus, welches ein Apotheker dann abrufen kann.
In Schritt 2 soll die Karte dann nach und nach zu einer umfassenden elektronischen Krankenakte ausgebaut werden. Dann sollen auch weitere Patientendaten auf der Karte zentral gespeichert werden.










