Elektronische Gesundheitskarte verschiebt sich weiter

Offenbar verschiebt sich die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte erneut. Schon vor drei Jahren sollte die neue Karte kommen, allerdings konnten die mehreren geplanten Starttermine aufgrund diverser Schwierigkeiten mehrmals nicht gehalten werden.

Zuletzt hieß es, dass die neuen Karten zur Speicherung von Patientendaten im Herbst 2008 in Teilen Deutschlands eingeführt werden sollten. Einem Bericht der “Berliner Zeitung” zufolge ist nun das Jahr 2009 als neuer Termin anvisiert. Das wurde vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen gegenüber der Zeitung bestätigt. Sowohl im Bundesgesundheitsministerium als auch bei der Betreibergesellschaft Gematik soll die erneute Verzögerung nicht bekannt.

Die elektronische Gesundheitskarte soll zukünftig persönliche Daten ihres Besitzers, Notfallinformationen, Arztdokumente und Rezepte für verordnete Arzneimittel enthalten. Dadurch sollen beispielsweise Überweisungen oder gedruckte Rezepte überflüssig werden. Der Patient soll beim Besuch der Apotheke seine Karte vorlegen können, von deren Speicherchip die Informationen über die verordneten Medikamente mit einem Lesegerät abgerufen werden können.

Damit die neue Gesundheitskarte überall lesbar ist, müssen Apotheken, Ärzte, Krankenhäuser sowie die Krankenkassen mit einer entsprechenden Software und sogenannten Terminals ausgestattet werden. Trotzdem sich das Gesundheitswesen von der Nutzung der Chipkarten deutliche Einsparungen erhofft, gibt es harsche Kritik von den Datenschützern. Die Datenschützer gehen davon aus, dass die sensiblen Informationen und Daten nicht genügend geschützt sind und somit ein etwaiger Datenmissbrauch für die Versicherten schwerwiegende Folgen nach sich ziehen könnte.

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