euroforum Gesundheitstelematik
Die Digitalisierung des Gesundheitswesens ist weiter auf dem Vormarsch. Neue Projekte ermöglichen es, die medizinische Versorgung weiter zu vernetzen und zu modernisieren: Herzpatienten erfahren durch die Telemedizin eine bessere Betreuung, während Mobile Computing-Systeme eine effizientere Kommunikation zwischen Schnittstellen in der Schlaganfallversorgung erlauben. Die elektronische Gesundheitskarte, die in den vergangenen Jahren für viel Diskussionsstoff gesorgt hat und weiter in der Planung ist, darf an dieser Stelle nicht vergessen werden.
Auf der EUROFORUM-Konferenz „Gesundheitstelematik” sollen Anfang nächsten Jahres Experten über den aktuellen Stand von Telemedizinprojekten, den Einsatz von Kommunikations- und Informationstechnik im Gesundheitswesen sowie die Perspektive der elektronischen Gesundheitskarte in Berlin beraten.
Die Telematikinfrastruktur des deutschen Gesundheitswesens stellt Cord Bartels, technischer Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Gematik (Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte) vor. Er erläutert Schwerpunkte der Implementierung und präsentiert den Sachstand des Projektes Gesundheitskarte. Wie die Ärzteschaft die telematischen Anwendungen in ihrem Arbeitsumfeld beurteilt, zeigt Dr. Franz-Joseph Bartmann, Vorsitzender des Ausschusses Telematik bei der Bundesärztekammer in seiner Präsentation auf.
Auch Services wie der Versichertenstammdatendienst, die Arzneimitteltherapiesicherheit oder IT-Lösungen für die gesetzlichen Krankenversicherungen stehen auf der Agenda. Das US-amerikanische Telemedizinprojekt HIMSS der Healthcare Information und Management Systems Society wird deren Senior Vice President, Jeremy T. Bonfini, vorstellen. Inwieweit die Gesundheitstelematik von Patienten angenommen wird, erörtern Dr. Alexander Dix, Berliner Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit, sowie Vertreter der Verbraucherzentrale und der Deutschen Gesellschaft für Gesundheitstelematik. Erfahrungsberichte über die telemedizinischen Projekte „Partnership for the heart” und „Stroke Angel Initiative” runden die Konferenz ab.










