Österreich: WKÖ will einfachere E-Rechnungen
Die Wirtschaftskammer Österreich [WKÖ] schlägt vor, die E-Rechnung vom Zwang zur elektronischen Signatur zu trennen, damit auch KMUs sie verwenden können. In einer Aussendung vom Montag hat sich die WKÖ für Vereinfachungen rund um die elektronische Rechnungslegung ausgesprochen. Nach Schätzungen der WKÖ würden nur zehn Prozent der heimischen Unternehmen elektronische Rechnungen automatisch weiterverarbeiten. Dies liege daran, dass die heimischen Regelungen rund um die E-Rechnung für kleine und mittlere Betriebe [KMUs] zu kompliziert seien.
So müssten E-Rechnungen in Österreich mit der elektronischen Signatur unterzeichnet werden, damit die Betriebe die Vorsteuer geltend machen könnten. Die Digitale Signatur sei aber noch nicht weit verbreitet. Würde die E-Rechnung von der Digitalen Signatur entkoppelt, würden viele KMUs schneller auf elektronische Rechnungslegung umsteigen, argumentiert die WKÖ.
Die Wirtschaftskammer beziffert das Einsparungspotenzial gegenüber der Papierrechnung um bis zu 70 Prozent. Bei bis zu 300 Millionen Rechnungen, die in Österreich jährlich von Unternehmen an andere Unternehmen gestellt würden, könnten bis zu 600 Millionen Euro pro Jahr gespart werden.
Abbildung: http://wko.at/e-business/e-rechnung
Die EU-Kommission hat im Oktober 2007 die Einsetzung einer Expertengruppe beschlossen, die derzeit über die Ausgestaltung der Rahmenbedingungen für die elektronische Rechnungslegung in der Union berät.
Das europäische “E-Invoicing Framework”, in dem technische und rechtliche Mindestvoraussetzungen für die EU-weit gültige E-Rechnung festgelegt sein sollen, soll Ende 2009 vorgelegt werden. In einer Aussendung der Expertengruppe vom Juni 2008 beziffert diese das Einsparungspotenzial durch den Einsatz der E-Rechnung EU-weit auf rund 40 Milliarden Euro jährlich.
Weiter zum Link: Statusreport der EU-Kommission (PDF)











