Openlimit auf der cebit 2008

Der Bereich “Public Sector Solutions” erstreckt sich zur CeBIT 2008 erstmals über zwei Hallen. In Halle 8 werden am 7. und 8. März auf der TeleHealth maßgeschneiderte ITK-Anwendungen für den Gesund­heitsmarkt vorgestellt. Ein ausgewogenes Vortragsprogramm mit renommierten Experten, die ihre Forschungsergebnisse und Best-Practice-Beispiele präsentieren, sowie zahlreiche Networking-Angebote runden die Veranstaltung ab.

In Halle 9 wird wie gewohnt der Public Sector Parc (PSP) ausgerichtet. Rund 250 Aussteller, darunter unter anderem Firmen wie Agresso, Fabasoft, Fujitsu Siemens Computers, IBM, MACH, Materna, SAP, Siemens sowie zahlreiche öffentliche Institutionen und Bundesländer zeigen auf einer Fläche von 11 000 Quadratmetern neueste ITK-Lösungen zur Modernisierung der öffentlichen Hand. Schirmherr und Eröffnungsredner ist Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble.

“Wir freuen uns sehr, dass im Public Sector Parc wieder zahlreiche Fach­themen präsentieret werden”, sagt Dr. Sven-Michael Prüser, Geschäftsbe­reichsleiter der CeBIT. So bildet beispielsweise die erst im Juni 2007 einge­führte EU-Dienstleistungsrichtlinie einen wichtigen Schwerpunkt im Forenprogramm des PSP. “Nach wie vor herrscht im Umgang mit der EU-Dienstleistungsrichtlinie große Verunsicherung bei den Behörden, wie diese umzusetzen ist, inwieweit Systeme umgestellt werden müssen oder wer künftig als Ansprechpartner der einheitlichen Service-Rufnummer 115 zur Verfügung stehen soll. Auf der CeBIT können sich Besucher mit ihren Fragen direkt an die Experten wenden und sich zielgerichtet über künftige Entwicklungen informieren”, führt Dr. Prüser fort.

Der PSP bietet Entscheidern aus Bundes- und Landesbehörden, Kommu­nen, Lehr- und Forschungseinrichtungen sowie Industrievertretern einen ganzheitlichen Überblick über aktuelle e-Government-Tools und Public Services. Neben einer verbesserten Serviceorientierung zugunsten von Bürgern und Unternehmen werden in Halle 9 effizientere Verwaltungs­abläufe sowie produktivere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im Mittelpunkt stehen. Außerdem erwarten den Besucher Lösungen, die Energiekosten senken, einen sicheren Datentransfer über Organisations­grenzen hinweg gewährleisten oder die Integration von elektronischen Signaturen in die Geschäftsprozesse öffentlicher Verwaltungen erleich­tern.

Fujitsu Siemens Computers etwa stellt gemeinsam mit seinem Partner OPENLiMiT® die erste Signaturlösung vor, die der e-Card-Strategie des Bundes gemäß der Technischen Richtlinie 03-112 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) entspricht. Doch auch zahlreiche kleinere und mittlere Unternehmen nutzen den PSP, um öffentliche Auftraggeber von ihren innovativen Konzepten zu überzeugen. Ein Beispiel hierfür ist die Firma sunhill technologies, deren innovatives Handyparksystem “sms&park” das mobile Bezahlen von Parkgebühren per Handy ohne Voranmeldung gestattet. Vor Ablauf der Parkzeit wird vom System automatisch eine Erinnerungs-SMS versandt mit der Möglichkeit, das virtuelle Ticket von unterwegs aus zu verlängern.

Geografische Informationssysteme im Fokus

Wie sich geografische Daten effizient verarbeiten, verständlich darstellen und interaktiv einsetzen lassen, präsentieren im PSP die Unternehmen und Verbände der Geoinformationswirtschaft. Beispiele hierfür sind Autodeskpartner Contelos, CEGI – Center for Geoinformation, ESRI Geoin­formatik, GfK GeoMarketing sowie der Deutsche Verein für Vermes­sungswesen e.V. (DVW) und der Deutsche Dachverband für Geoinforma­tion e.V. (DDGI). Öffentliche Verwaltungen nutzen geografische Daten beispielsweise im Bereich der Inneren Sicherheit, der Städteplanung oder der Verkehrsleitung. Darüber hinaus leisten Geoinformationen für die Vorhersage und Schadenserhebung von Naturkatastrophen einen wichtigen Beitrag. Der Nutzen von geografischen Informationssystemen entfaltet sich aber auch in zahlreichen Wirtschaftszweigen. Neben der Forst- und Landwirtschaft, der Ver- und Entsorgung, der Telekommunika­tion, der Gesundheitsvorsorge, der Immobilienwirtschaft und der Auto­mobilindustrie werden sie unter anderem in der Versicherungs- und Banken-Branche oder im Einzelhandel für raumbezogene Planungen ein­gesetzt. Auf der CeBIT können sich Besucher einen Eindruck darüber ver­schaffen, welche Darstellungs- und Auswertungstechniken bereits exis­tieren und wohin die Zukunft führt.

Vielfältiges Foren- und Kongressprogramm

Zentraler Treffpunkt in Halle 9 ist der “Marktplatz Kommune”, der erst­mals ein eigenes Forum erhält. Lösungen für kommunale Anwender rücken damit noch stärker in den Fokus des PSP. Schwerpunkte des “Forums Kommune” sind unter anderem Themen wie Call-Service-Center, Doppik, neues kommunales Finanz- und Rechnungswesen, kommunale Portale, e-Government, DeutschlandOnline, geografische Informations­wirtschaft und kommunale Workflow- und Dokumentenmanagement-Systeme. Parallel dazu wird im PSP ein zweites Themen-Forum veranstaltet. Fachvorträge, Fallstudien und Diskussionsrunden zu aktuellen Sachverhalten wie die EU-Dienstleistungsrichtlinie, die zentrale Service-Rufnummer 115 oder der ePass sorgen für ein abwechslungsreiches Programm.

Nach dem erfolgreichen Start in 2007 geht die Konferenz “Zukunftswerk­statt Öffentlicher Einkauf” am 6. März 2008 in die zweite Runde. Die Fachkonferenz richtet sich an Bürgermeister, Landräte, Leiter von Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen, Leiter und Mitarbeiter aus Ver­gabe- und Beschaffungsstellen, ITK- und e-Government-Verantwortliche, Leiter und Mitarbeiter aus Rechtsabteilungen, Berater und Anwälte sowie Unternehmen mit dem Zielmarkt ‘öffentlicher Einkauf’. Ziel ist es, den Teilnehmern einen schnellen und strategischen Zugang zu aktuellen Informationen rund um das nationale und europäische Vergaberecht sowie zu neuen technologischen und prozessoptimierenden Verfahren zu ermöglichen.

Bürgermeister zu Gast

In Zusammenarbeit mit den kommunalen Spitzenverbänden der Länder werden im PSP 2008 wieder die Kommunaltage organisiert. Neben Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz haben unter anderem Niedersachse­n, Sachsen-Anhalt und Schleswig Holstein die Teilnahme bes­tätigt. Bürgermeister, Landräte, Hauptamtsleiter sowie kommunale ITK-Verantwortliche können sich kostenlos und in geführten Themen-Rund­gängen informieren. Dr. Prüser ist davon überzeugt, dass die CeBIT-Kom­munaltage auch in diesem Jahr ein voller Erfolg werden: “Schon heute haben sich zum Beispiel aus Niedersachsen mehr als 500 Bürgermeister und ITK-Fachleute für den 5. März angekündigt. Zahlreiche kommunale Entscheidungsträger aus weiteren Bundesländern werden den Public Sector Parc an den anderen Tagen beleben. Das spürbar große Interesse an den CeBIT-Kommunaltagen zeigt, dass in allen Bereichen der Verwaltung nach effizienten ITK-Lösungen gesucht wird.”

Gezielte Besucheransprache französischer Partnerlandgemeinden

Anlässlich der deutsch-französischen ITK-Partnerschaft laden unter anderem Hessen und Rheinland-Pfalz gezielt Fachbesucher aus ihren französischen Partnerkommunen zur CeBIT ein. Frankreich ist in diesem Jahr Partnerland der CeBIT und wird sich in einem Rekordumfang beteiligen.

Rekrutierung von ITK-Fachkräften

Das Messewochenende steht ganz im Zeichen der Personalgewinnung. Spezialisten und Nachwuchskräfte aus dem ITK-Bereich können sich im PSP gezielt über Karriere- und Weiterbildungsangebote in öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen informieren, die Lösungen zur Verwaltungsmoderni­sierung entwickeln. Mitarbeiter aus den Personalabteilungen stehen für konkrete Fragen zur Verfügung. Für den öffentlichen Sektor ist dies eine ideale Gelegen­heit, sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren.

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