Österreichs Bürger erledigen ihre Behördenwege zunehmend online

Wien – Graue Gänge mit unbequemen Plastiksesseln, auf denen Menschen mit Formularen in der Hand gebannt auf den nur zäh klickenden Wartenummerapparat blicken, der ihnen Eintritt in die abgeschottete Amtsstube verheißt: Bilder wie diese sind in Österreichs Behörden selten geworden. Die Staatsbürger von heute erledigen ihren Papierkram mit den staatlichen Institutionen vom Heim- (oder Bürocomputer) aus.

Standen öffentliche Verzeichnisse wie das Firmen- oder Grundbuch Unternehmen schon Anfang der 90er-Jahre elektronisch zur Verfügung, fiel der Startschuss für das E-Government für jedermann und jedefrau 1997 mit dem Online-Portal help.gv.at. Vom eigentlichen Ziel, Bürgern und Behörden Zeit und Kosten zu ersparen, war man seinerzeit aber noch weit entfernt. Für Online-Auskünfte verlangten einige Ämter pro Anfrage eine Gebühr von 180 Schilling.

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Quelle:(Karin Tzschentke, DER STANDARD/Printausgabe, 07./08.08.2010)

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