SigLab e.V.

Das SigLab unterstützt die Verbreitung der elektronischen Signatur in Wirtschaft und Verwaltung. Die rechtlichen Probleme die mit der Einführung der eSig verbunden waren, sind mit der Gleichstellung von eigenhändiger und elektronischer Unterschrift beseitigt. In den Pilotprojekten wurden wertvolle Erfahrungen gewonnen und das Potential und der Mehrwert, die durch den Einsatz elektronischer Signaturen generiert werden, aufgezeigt. In den Bundesbehörden und in einigen Bundesländern werden nun Signaturkarten und Lesegeräte ausgegeben. Aber längst noch nicht jede öffentliche Institution hat mit der Einführung von eGovernment begonnen bzw. das vorhandene Potenzial noch bei weitem nicht voll ausgeschöpft. Hinzu kommt, dass die öffentliche Verwaltung eine Führungsrolle auf dem Gebiet der Elektrifizierung ihrer Geschäftsprozesse und Dienstleistungen einnimmt. Die Unternehmen und die Bürger liegen hier oft noch weit zurück. Nun ist es an der Zeit, auch die Wirtschaft und den Bürger von den Vorteilen sicherer elektronischer Geschäftsprozesse zu überzeugen, die auf der eSig basieren. Die mangelnde Verbreitung der eSig in Verwaltung, Wirtschaft und beim Bürger hat eine Ursache:

Die Diskussion wurde bisher nahezu ausschließlich auf technischer, rechtlicher und wissenschaftlicher Ebene geführt. Die Praxis bleibt außen vor.

Das Thema ist bisher kaum aus dem nahezu geschlossenen Kreis der Personen und Institutionen, die sich ohnehin mit diesem Thema beschäftigen (müssen), nach außen gedrungen. In die Praxis ist die eSig daher bis heute nahezu unbekannt.
Hinzu kommt, dass die eSig für potentielle Anwender, d.h. den Laien aus Verwaltung oder Wirtschaft sowie für den Bürger schwer verständlich und kaum zugänglich ist. Ein Großteil der potentiellen Anwender kennt und versteht die eSig nicht und kann daher auch nicht den Mehrwert bzw. das Sparpotential, erkennen.

Erfahrungen des SigLabs zeigen folgende Probleme:

  • Fehlendes Grundlagenverständnis – „Ich weiß nicht, was eine elektronische Signatur ist und was ich damit anfangen kann. Bringt mir nichts.“
  • Fehlende Praxisbeispiele und Anwendungen – „Die elektronische Signatur ist eine gute Sache, aber nutzen tut sie keiner … Ich wüßte auch nicht wofür.“
  • Fehlende praxisgerechte Informationsplattform, die Informationen für ‚jedermann‘ verständlich anbietet – „Ich würde die elektronische Signatur gerne einsetzen, aber das ist so kompliziert, da lasse ich lieber die Finger von.“
  • Unsichere Bewertung der Technik – „Keine Ahnung, welches Verfahren das Beste ist und welches die anderen benutzen.“
    Unsicherheit der Entscheider – „Der Markt ist so unübersichtlich, ich weiß nicht, was ich nehmen soll. Ich warte lieber noch bis ein Standard vorgegeben ist.“
  • Unsichere Investition – „Wenn ich dieses Produkt jetzt kaufe, setzt sich vielleicht bald ein neues durch und ich muß noch einmal investieren und implementieren. Ich warte deshalb lieber noch.“

Aufgrund des weit verbreiteten Unwissens über die eSig und der vorherrschenden Unsicherheit in Bezug auf ihren Einsatz in der Praxis ist nicht zu erwarten, dass potentielle Nutzer ihr eigenes Umfeld und die dort anfallenden Aufgaben und Workflows untersuchen und hinterfragen, um so durch eSignaturen Einsparungspotentiale zu realisieren. Ohne einen ausreichenden Kenntnisstand bei den Entscheidern bzw. Multiplikatoren wird es die eSig – und damit verbunden auch eGovenment und eBusiness – schwer haben, über das derzeitige Pilotstadium hinauszukommen. Ohne die notwendige flächendeckende Akzeptanz der eSig wird keine bundes- oder gar europaweite Infrastruktur zur Abwicklung elektronischer Geschäfte und Verwaltungsvorgänge entstehen.

Was ist erforderlich, damit die eSig in der Praxis verstanden und verbreitet wird und sich mittel- bis langfristig etabliert?

Um der eSig in Deutschland zum Durchbruch zu verhelfen, müssen die Vorteile und der Mehrwert der eSig den potentiellen Anwendern nahegebracht werden. Renommierte Beratungsunternehmen, wie z.B. KPMG schlagen zur Erreichung dieses Ziels eine Offensive vor:

„In einer Sensibilisierungs- und Aufklärungsoffensive sollte das Bewusstsein für die Sicherheitsrisiken des Geschäftsverkehrs im Internet und der Nutzen der eSig in der Öffentlichkeit verstärkt publiziert werden.“

Offen bleibt aber, wie diese Maßnahme konkret ausgestaltet sein sollte, um das gesetzte Ziel, die Diffusion der eSig in Deutschland, zu erreichen.

Notwendige Erfolgskriterien:
Das SigLab in Bonn schult seit etwa zwei Jahren Interessenten auf diesem Gebiet. Die Erfahrungen des SigLabs zeigen, dass vor allem folgenden Kriterien erfüllt sein müssen, um nachhaltigen Erfolg zu erzielen:

  • Erfahrbarkeit
  • Praxisnähe und –relevanz
  • Verständlichkeit
  • Erreichbarkeit
  • Neutralität
  • Kompetenz

Die Lösung – Das SigLab

SigLab – Alleinstellung im Bereich Schulung und Sensibilisierung für eSig – Elektronische Signaturen und Verschlüsselungstechniken zum Testen und Arbeiten in der Praxis

Das SigLab wurde genau aus dem Bedarf heraus geschaffen, die eSig erfahrbar zu machen, denn ohne eine praktische Demonstration ist die eSig für den Laien und potentiellen Anwender kaum verständlich. In einem vernetzten Computerraum des SigLabs werden die unterschiedlichen Verfahren zur Erstellung von elektronischen Signaturen und Verschlüsselungstechniken demonstriert und von den Teilnehmern getestet.
Das Potential der Signatur-Technologie wird den Anwendern oft erst klar, wenn sie die eSig gesehen, ‘angefasst’ und damit gearbeitet haben. Das SigLab spricht die Sprache der Endanwender und Laien, d.h. der Personen, die wirklich tagtäglich mit der eSig arbeiten sollen oder wollen. Das Labor stellt verschiedene elektronische Signaturen vor und demonstriert beispielhaft auch ganze Workflows ‘zum Anfassen’, wie z.B. eGovernment-Anwendungen.
Die Mitarbeiter des SigLabs kennen die Probleme, Fragen und Bedürfnisse der Verantwortlichen aus der Praxis und haben daher eine einzigartige Alleinstellung im Bereich Sensibilisierung und Schulung im Bereich elektronischer Signaturen. Das SigLab bietet allen Interessengruppen Informationen, Beratung und Lösungen bei Problemen rund um das Thema eSig und bietet Hilfestellung bei deren Umsetzung im betrieblichen Alltag.

Dabei verfolgt das SigLab konkret folgende Ziele:

  • Sensibilisierung der Anwender
  • Verbreitung von Basiswissen
  • Abbau von Barrieren und Hemmnissen durch Live-Präsentation von
  • Best-Practice-Beispielen
  • Fortschritt durch Entscheidungshilfen in Form von herstellerneutralen Informationen
  • Meinungs- und Erfahrungsaustausch mit weiteren Anwendern in Foren und Veranstaltungen

Das SigLab führt keine Standard-Schulungen durch, sondern stellt sich individuelle auf den Informationsbedarf und das Vorwissen der Interessenten ein. Hierzu ist großes Know-how und Flexibilität von seiten der Referenten erforderlich. Ganz konkrete Inhalte und Themenblöcke, die bei den Schulungen regelmäßig behandelt werden sind z.B.:

  • Einführung in die eSig Thematik (Was sind Signaturen? Wie werden Sie erzeugt? Was leisten Signaturen?)
  • Hintergründe zur elektronischen Signatur (u.a. Gesetzgebung und Entwürfe Deutschland & EU, News, etc.)
  • Vorstellung und Einordnung diverser Verfahren (z.B. Biometrie, Symetrische vs. Asymetrische Verfahren usw.)
  • Erklärung und Live-Demonstration der vorhandenen Verfahren und Anwendungen unter realen Bedingungen online
  • Testen der vorhandenen Verfahren und Anwendungen in Gruppen- und Einzeltests
  • Diskussion und Erfahrungsaustausch zwischen den Referenten und den Teilnehmern