Was wird aus der Gesundheitskarte?

Experten zweifeln am Mehrwert der elektronischen Gesundheitskarte (eGK). Nach wie vor laufen Tests, obwohl die flächendeckende Einführung der Karte bereits für 2006 geplant war. So zumindest hatte es sich das Gesundheitsministerium erhofft. Aufgrund ihres Mehrwerts gegenüber der bisherigen Chip-Kartenlösung soll sie das Gesundheitswesen zukünftig finanziell entlasten. So sollen auf dem Speicher etwa Patientendaten, die jeweilige Krankenakte und Rezepte abgelegt werden können, so dass Ärzte und Apotheker jederzeit einen vollen Zugriff auf die relevanten Daten haben.

Manfred Klunk, Geschäftsführer IT der Kassenärztlichen Vereinigung hält laut ‘Computerwoche’ die eGK allerdings nicht für besser als das aktuelle System. Was als echter Mehrwert der neuen Kartenlösung angepriesen wird, würde nach Ansicht von Klunk schon jetzt ohne sie effizient abgewickelt. Zudem zweifeln Experten aus dem Gesundheitswesen das viel gepriesene Einsparungspotenzial an, welches die eGK mit sich bringen soll. Wann die Chip-Karte in Deutschland eingeführt sein wird, ist nach wie vor nicht abzusehen.

© 2007 Global Press

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